Alles was Sie zu Google-Rechnungen wissen müssen von A bis Z

 

Google Rechnungen buchen – oftmals eine Herausforderung, denn vielen Steuerberatern ist unklar, welche unterschiedlichen Rechnungstypen es gibt und wie die Abrechnung bei Google funktioniert, denn die abgebuchten Beträge auf der Kreditkarte oder dem Bankkonto entsprechen häufig nicht den Rechnungsbeträgen.

 

Google Rechnungen buchen – Die beiden Rechnungstypen

Bei Google kommen zwei Arten von Rechnungen vor: Rechnungen zu G Suite und zu Google AdWords. Ersteres ist ein Email- und Office-Paket, zu denen u. a. Gmail, Google Drive oder Google Docs gehören. Letzteres ist ein Online-Werbeformat, bei dem Werbende zu bestimmten Suchbegriffen in der Google Suche Anzeigen schalten lassen können.

Der folgende Artikel befasst sich mit der Verbuchung von Google AdWords Rechnungen.

 


 

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Google Adwords Rechnungen – So laden Sie sie herunter

Google AdWords Rechnungen erhalten Sie über Ihren AdWords Account. Hierzu loggen Sie sich in Ihren Google AdWords Account ein und klicken auf die drei Punkte im Menü. Im darauf folgenden Auswahlmenü wählen Sie „Abrechnung und Zahlungen“.

download von google adwords rechnungen

 

Es öffnet sich die Detailansicht „Abrechnung und Zahlungen“. Klicken Sie darin links im Navigationsmenü auf „Transaktionen“. Dort sehen Sie im jeweiligen Monat ein Dokument „Rechnung mit EU-Umsatzsteuer“.

beispielbuchung einer google-rechnung

 

Nach Klick auf diese Rechnung lädt diese automatisch in Ihren Download-Ordner herunter.

 


 

Tipp: Mit der GetMyInvoices – Integration laden Google Rechnungen automatisch in Ihren CANDIS Account. Sie müssen nicht mehr jede Rechnung einzeln aus Ihrem Google Konto herunterladen!

 


 

Google Rechnungen buchen – hier liegt das Problem

Schalten Sie Anzeigen bei Google AdWords geht Google kurzerhand in Vorleistung. Es entsteht ein Aufwand. Die offenen Beträge für die Anzeigenschaltung bucht Google von Ihrem Bank- oder Kreditkartenkonto ab. Daher sind auf einer Rechnung von Google AdWords immer zwei unterschiedliche Beträge ausgewiesen, die buchhalterisch beide behandelt werden müssen:

problem von google-rechnungen

kostenaufstellung google rechnung

Dieses Beispiel einer Google AdWords Rechnung zeigt zwei unterschiedliche Darstellungen:

  • Oben: Der Betrag der Rechnung (im Beispiel 3.398,14€)
  • Unten: Hinweis auf den erhaltenen Zahlungsausgleich (im Beispiel 3.000,00€)

 

Der Betrag der Rechnung entspricht dem Betrag, der im auf der Rechnung angegebenen Zeitraum tatsächlich für Google AdWords ausgegeben wurde. Die Aufzeichnung der erhaltenen Zahlungen zeigt die automatischen Aufladebeträge vom Bank- oder Kreditkartenkonto.

 


 

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Die Google Abrechnungslogik

Jeder Monat startet bei Google mit einem Anfangssaldo (im Beispiel unten 90€). Dieser Saldo wurde aus dem vorherigen Monat übertragen. Sobald die tatsächlichen Werbeausgaben dieses Guthaben übertreffen, lädt Google dieses Konto durch Bankeinzug oder Kreditkarteneinzug auf (im Beispiel ist dies nach zwei Werbeschaltungen á 50€ der Fall). Am Ende des Monats bleibt wiederum ein Endsaldo übrig, der als Anfangssaldo in den neuen Monat übertragen wird (hier 40€).

google rechnungsschema

 

 

Google Rechnungen verbuchen im SKR 03 und SKR 04

Die meisten Steuerberater verbuchen Google AdWords Rechnungen als Werbeaufwand auf das Konto 4600 – Werbekosten (im SKR 03) bzw. 6600 – Werbekosten (im SKR 04).

Möchten Sie Ihre Werbekosten detaillierter dargestellt haben, bietet es sich an individuelle Aufwandskonten zu vergeben. Dies könnte im SKR 03 z. B. 4601 – Google AdWords lauten.

Der Vorteil: Diese individuellen Konten können frei benannt werden und ermöglichen einen detaillierteren Einblick in die Ausgaben und somit bessere Controlling-Möglichkeiten.

 

Besonderheiten bei der Umsatzsteuer

Google erbringt eine sonstige Leistung im Sinne des § 13b Abs. 1 Nr. 1 UStG als im Ausland ansässiger Unternehmer. Als Werbender (Leistungsempfänger) schulden Sie die Umsatzsteuer nach § 13b Abs. 2 UStG. Sie erhalten die Rechnung netto ohne Umsatzsteuer und sind verpflichtet, diese beim zuständigen Finanzamt anzumelden. Gleichzeitig können Sie – sofern Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind – diese Umsatzsteuer gleichzeitig wieder als Vorsteuer abziehen.

Das Reverse Charge Verfahren findet Anwendung. Die Umsatzsteuer muss also auf das Konto  1787 (SKR 03) bzw. 3837 (SKR 04) „Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19 %“ gebucht werden. Die Gegenbuchung erfolgt auf das Konto 1577 (SKR 03) bzw. 1407 (SKR 04) „Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19 %“.

 

Exemplarische Verbuchung der obigen Google Rechnung im SKR 03 inkl. Reverse Charge:

exemplarische verbuchung einer google rechnung

 

Fazit

Google Rechnungen buchen ist nicht so kompliziert wie es scheint. Es handelt sich um Werbekosten, für die es sich in der Regel lohnt ein individuelles Aufwandskonto zu vergeben. So wird ein detaillierteres Controlling ermöglicht. Zu beachten ist, dass sämtliche Google Rechnungen dem Reverse Charge Verfahren unterliegen und entsprechend behandelt werden müssen.

 


 

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