Teil 2 unserer vierteiligen Blog-Reihe zum Thema Zukunft der Buchhaltung beschäftigt sich mit einem der zukünftigen Trends in der Buchhaltung – der Cloud.

Heutzutage gehört Software zum Internet wie etwa WhatsApp zur Kommunikation. Diesem Trend wird auch die Buchhaltung nicht mehr lang ignorieren können. Viele Steuerberatern scheinen mit dem Gefühl der Angst konfrontiert zu sein, sobald es um die bevorstehende Digitalisierung der Buchhaltung geht. Diese Ängste sind jedoch weitestgehend unbegründet. Denn die Sicherheitsrisiken einer cloud-basierten Software sind im Vergleich zu einer lokalen Software nahezu identisch, wenn nicht sogar geringer. Das private Netzwerk birgt mit einer doch oftmals schlecht geführten Firewall mehr Risiken, als ein professionelles Hosting. Leider verdrängt man aber durch die negative Haltung und Skepsis gegenüber der Cloud auch den Nutzen dieser.

Allgemeine Vorteile der Cloud

Natürlich liegt es hier nahe auf die Vorteile einzugehen, die Verkäufer eines cloud-basierten Dienstes gerne nennen, wie die bessere Verfügbarkeit oder die Einsparung der Hardwarekosten. Jedoch geht es hierbei nicht nur um den Vorteile des Remote-Desktop Services. Es geht um die Vorteile, die eine fürs Web optimierte Software mit sich bringt.

Einfacher Nutzungseinstieg

Im Gegensatz zu früher ist es heute möglich ohne lange Wege die Software zu nutzen. Es muss kein ewig andauernder Installationsprozess mehr durchlaufen werden, denn nur eine Anmeldung genügt und es kann direkt losgehen. Die Auswahl der Software wird durch den schnellen Zugriff vereinfacht und die Entscheidung für die passende Software Lösung kann somit bewusster ablaufen. Der Steuerberater hat daher häufig keinen Einfluss mehr auf die vom Mandanten gewählte Software. Auf der anderen Seite können Steuerberater anhand der präferierten Software auch gezielt Mandanten auswählen.

Banken als neuer Buchhaltungsdienstleister

Buchhaltungsdienstleistungen werden zukünftig von Banken angeboten, da diese die relevanten Daten bereits durch Bankkonten besitzen. Durch diese neue Schnittstelle wäre es mithilfe von E-Banking möglich die Buchhaltung kosteneffizient und umkompliziert zu extrahieren. Daher werden Banken zukünftig E-Banking und Buchhaltungssoftware kombinieren. Ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung ist das Schweizer Finanzinstitut Postfinance und Smartbusiness. Diese Software lässt kleine- und mittlere Unternehmen (KMU) Rechnungen mithilfe der E-Banking Software schreiben. Die auf Vertrauen basierende Beziehung vom Bankberater zum KMU Kunden lässt darauf schließen, dass die Verbindung der beiden Softwarelösungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen zukünftigen Stellenwert innerhalb der Buchhaltung einnehmen wird.

Alltag: Cloud

Die Nutzung von Facebook als auch von Google Drive führt zu einer Steigerung der Affinität für Cloud Computing. Eine Vielzahl an Menschen teilen ihr gesamtes Leben mit dem Internet. Weshalb dann nicht auch die Buchhaltung entsprechend online führen? Die Cloud selbst weist grundsätzlich kein Datenschutz-Problem auf, es liegt hauptsächlich am Hosting, inwieweit der Datenschutz gewährleistet ist und werden kann. Bei CANDIS werden die Daten auf Servern in Deutschland gespeichert und archiviert, wodurch ein großes Maß an Sicherheit gewährleistet wird.

Globales Netwerk: Cloud

Die Buchhaltung war bisweilen an nationale Hürden gebunden, jedoch wäre es durch Cloud-Lösungen zukünftig möglich einen internationalen Cloud Anbieter zu wählen. Diese weltweit tätigen Buchhaltungslösungen arbeiten mithilfe eines einheitlichen Standards.

In den nächsten Teilen dieser Reihe geht es um die Automatisierung und die damit verbunden Risiken für Steuerberater.