Was Mitarbeiter mit Drogenabhängigen gemeinsam haben? Mit Druck erreichen Sie keine positive Veränderung! Wir verraten, wie Sie Mitarbeiter langfristig motivieren. Mit unseren Tipps führen Mitarbeitergespräche zum Erfolg!

Mitarbeiter motivieren: „Eigenmotivation“ lautet die Zauberformel

Motivation spielt eine entscheidende Schlüsselrolle für menschliches Handeln; nicht nur Ärzte und Therapeuten sollten diesen Faktor berücksichtigen. Menschen durchlaufen Höhen und Tiefen in puncto Motivation. Arbeiten Sie nicht dagegen an, sondern machen Sie sich diesen Aspekt in der Mitarbeiterführung gekonnt zu Nutze!

Motivierende Gesprächsführung – nicht nur der Ton macht die Musik

Drogenmissbrauch, Spielsucht, Essstörungen, Angststörungen – das sind Fälle, in denen die Methode der Motivierenden Gesprächsführung, auch Motivational Interviewing (MI) genannt, zum Einsatz kommt.

Mitarbeiter motivieren will gelernt sein.

Eine Verhaltensänderung erreichen Sie nicht mit Druck – geben Sie Mitarbeitern die Möglichkeit zur freien Entscheidung.

Motivierende Gesprächsführung ist ein weltweit anerkanntes Konzept, um schwierige Gesprächssituationen zu meistern und Personen gezielt zu einer Verhaltensänderung zu bewegen. Sie beschäftigen beispielsweise einen Mitarbeiter, der nie Abgabefristen einhält? Mit MI wird der Spätzünder zum frühen Vogel – aus eigener Willenskraft.

Entwickelt wurde die Gesprächsführungstechnik von den Psychologen William Miller und Stephen Rollnick für die Beratung und Behandlung von Menschen mit Suchtkrankheiten. Inzwischen wird das Konzept nicht nur in der Psychotherapie sondern auch in der allgemeinen medizinischen Behandlung sowie der Sozialarbeit, im Vollzugswesen und im Management angewandt.

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Das Ziel der Gesprächsführungstechnik ist, intrinsische Motivation für eine Verhaltensänderung aufzubauen. Anstatt also psychischen Druck auf einen Mitarbeiter auszuüben, helfen Sie ihm, die Vorteile einer Verhaltensänderung zu erkennen. Welchen Grund könnte Ihr Mitarbeiter haben, in Zukunft Aufgaben pünktlich zu erledigen? Fragen Sie Ihn, welche positiven Auswirkungen diese Verhaltensänderung auf Ihn persönlich hätte und warum sie für seine berufliche Entwicklung wichtig sein könnte. Denn: Druck von außen kann eine Abwehr, eine sogenannte Reaktanz, bewirken. Die Bereitschaft für Veränderung nimmt dann ab – ausgelöst durch das Gefühl, die persönlichen Handlungsspielräume würden eingeschränkt.

So wenden Sie die Motivierende Gesprächsführung in der Praxis an

Die Technik der Motivierenden Gesprächsführung eignet sich hervorragend zur Mitarbeiterführung. In Kombination mit folgenden Kommunikationstechniken schaffen Sie langfristige Erfolge:

  • Stellen Sie offene Fragen

Vermeiden Sie geschlossen Fragen, auf die Ihr Mitarbeiter mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann. Stellen Sie Fragen, die ihn zur Darlegung der eigenen Sichtweise auf die bestehende Problematik anregen. Selbstreflexion ist eine wichtige Voraussetzung für eine Verhaltensänderung.

  • Hören Sie aktiv und aufmerksam zu

So geben Sie Ihrem Mitarbeiter Feedback, dass Sie seinen Standpunkt verstehen und verstärken gleichzeitig die Wirkung des Gesagten. Dazu gehört auch, dass Sie Ideen und Anregungen Ihres Mitarbeiters loben.

Chef würdigt die geleistete Arbeit seines Mitarbeiters.

Bringen Sie Ihren Mitarbeitern Wertschätzung entgegen – Sie werden dafür belohnt.

  • Kommunizieren Sie wertschätzend

Bringen Sie Ihrem Mitarbeiter Wertschätzung entgegen; nur so bauen Sie ein positives Verhältnis zu ihm auf.

  • Change Talk

Besprechen Sie mit Ihrem Mitarbeiter die Nachteile der aktuellen Situation und die Vorteile, die eine Verhaltensänderung mit sich brächten.

  • Fassen Sie Aussagen zusammen

Indem Sie die Aussagen Ihres Mitarbeiters zusammenfassen, signalisieren Sie nicht nur Aufmerksamkeit, sondern regen zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Argumenten für eine Verhaltensänderung an.

Zusammenfassend empfehlen wir Ihnen, sich an zwei einfache Grundsätze zu halten: Wenn Sie Ihre Mitarbeiter motivieren wollen, dann geben Sie keine Anweisungen, sondern arbeiten Sie gemeinsam die Gründe für eine Veränderung heraus. Zwingen Sie Mitarbeiter nicht zu einer Veränderung, laden Sie sie vielmehr dazu ein!

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