Der Beruf des Steuerberaters ist eine tägliche Herausforderung.Für Selbstständige gilt: Man muss ein echter Allrounder sein. In unserer Gesellschaft ist allein das Up-to-Date-Sein in den einzelnen Fachbereichen kompliziert genug. Hinzu kommen Mitarbeiterführung, Kanzleimanagement, IT, und Marketing – und das alles bitte so zeitgemäß wie möglich.

Dabei gilt heute mehr denn je: Gemeinsamkeit ist Stärke: Machen Sie sich frei und wagen Sie einen Blick über den Tellerrand! Eine Partnerschaft kann ein probates Mittel gegen so manche schlaflose Nacht bedeuten.
Wichtigstes Argument: Gemeinsam können Aufgaben leichter abgedeckt werden, und das ist bei weitem nicht der einzige Grund dafür, weshalb Kanzleipartnerschaften in jüngster Zeit scheinbar aus dem Boden sprießen.

Realisierung von Synergien

Wagen Sie eine Planänderung: Als Einzelkanzlei wird es zunehmend schwieriger im Wettbewerb zu bestehen. Kosten für Technik und Marketing steigen, Außenkommunikation wird komplexer und die Suche nach guten, engagierten und zuverlässigen Mitarbeitern schwieriger. Die Aussichten für Einzelkanzleien sind bei weitem nicht so rosig wie früher.

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Die Spezialisierung auf unterschiedliche Fachgebiete ermöglicht es, eine Vielzahl an Klienten durch ein breiteres Dienstleistungsangebot anzulocken, erfüllt das Bedürfnis nach Spezialwissen oder den Wunsch nach einer ausführlichen Beratung. Ihnen als Steuerberater bringt das nicht nur einen erweiterten Kundenstamm, sondern auch gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit.

Verteilung der Aufgaben

Praktischer Nebeneffekt: In einer Partnerschaft lassen sich Prioritäten nicht nur einfach abarbeiten, sondern bei Bedarf verteilen. Im Ergebnis kann Ihnen das Modell Partnerkanzlei dabei helfen, noch besser den eigenen Stärken entsprechend zu arbeiten. Während sich der eine vielleicht eher unternehmerischer Tätigkeiten bevorzugt, hat der andere die Gelegenheit sich um die fachlichen Angelegenheiten zu kümmern. Und Sie können sich bei unliebsamen Aufgaben abwechseln.

Spezialisierung

Der große inhaltliche Vorteil einer Partnerschaft ist, dass Sie und Ihr Partner sich auf unterschiedliche Fachgebiete spezialisieren können. Dadurch gewinnen Sie die Möglichkeit, sich auch öffentlich breiter aufzustellen und Ihre Fähigkeiten selbstbewusst zur Geltung zu bringen.

Tipps für eine funktionierende Partnerschaft

Suchen Sie sich einen Partner, mit dem Sie auf menschlicher Ebene gut zurechtkommen!

Natürlich sollten Sie und ein möglicher Geschäftspartner ähnliche Vorstellungen vom Tagesgeschäft haben. Fast noch wichtiger ist es aber, dass die menschliche Basis stimmt und die Vorstellungen über die künftige Führung der Kanzlei nicht allzu weit auseinander gehen. Klären Sie Grundsätze von Vornherein, sonst kommt es zu Missverständnissen und – wenn alle Stricke reißen – zum Bruch.

Deswegen: Seien Sie offen für Veränderungen! Ein übereinstimmendes Geschäftsverständnis besteht nicht nur aus einem gut durchdachten Gesellschaftsvertrag, sondern auch aus der Fähigkeit zu Kompromiss und Akzeptanz.

Definieren Sie die Aufgaben- und Rollenverteilung

Wenn Sie zwei Kanzleien vereinen, prallen zunächst Welten aufeinander. Wo vorher Einzelkampf angesagt war, steht nun Teamarbeit im Vordergrund. Entscheidungen werden nicht mehr allein getroffen, also muss auch eine neue Verantwortungsstruktur definiert werden. Es ist wichtig, angenehme und weniger angenehme Aufgabenbereiche gerecht zu verteilen, auch wenn das bedeutet, auf einen Teil vom eigenen Einfluss zu verzichten — es wird sich auszahlen. Denn das Ergebnis einer gut aufgestellten Partnerkanzlei sind Erfolg und Profitabilität.

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