Existenzgründung gleicht einem Hürdenlauf – damit Ihnen beim Gründer-Marathon nicht auf halber Strecke die Puste ausgeht, verschaffen wir Ihnen Überblick, welche steuerlichen Pflichten auf Sie zukommen. Mit unserem Steuer-Guide kommen Sie garantiert ins Ziel!

Von der Geschäftsidee, über die Planung, bis hin zur Umsetzung – die Herausforderungen für Unternehmer hören mit dem Businessplan nicht auf; ganz im Gegenteil: Sie beginnen erst dort.

Steuern fest im Blick – vor der Unternehmensgründung

Eine der wichtigsten Entscheidungen steht schon vor dem Handelsregistereintrag an: Entscheiden Sie sich vor dem Gang zum Notar für eine Rechtsform – wählen Sie mit Bedacht, denn sie legt den Grundstein Ihrer zukünftigen geschäftlichen Rechte und Pflichten. Ob Sie die Buchhaltung nach der Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder doppelten Buchführung führen müssen, hängt von Unternehmensform und Unternehmensgröße ab.

Mit dem Eintrag in das Handelsregister sind Sie Kaufmann und müssen die Richtlinien des Handelsgesetzbuches einhalten – dazu zählt unter anderem die gesetzliche Buchführung. Diese Unternehmensformen werden im Handelsregister geführt und müssen nach § 238 HGB jeden Geschäftsvorfall doppelt buchen:

  • Einzelunternehmen
  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH),
  • Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt),
  • Offene Handelsgesellschaften (OHG),
  • Kommanditgesellschaften (KG) sowie
  • Aktiengesellschaften (AG).

Ferner müssen auch Unternehmen und Nicht-Kaufleute, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, aber einen Umsatz von mehr als 600.000 Euro und einen Gewinn von mehr als 60.000 Euro jährlich erwirtschaften, die Doppik anwenden. Nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sind Sie verpflichtet, sämtliche Geschäftsvorfälle für das Finanzamt transparent und nachvollziehbar zu dokumentieren. Mit der Buchhaltungssoftware CANDIS Smartbooks sind Sie als Gründer von Anfang an auf der sicheren Seite: CANDIS importiert Rechnungen und Belege aus Ihren Online-Konten, sortiert sie und extrahiert automatisch die Rechnungs- und Kontaktdaten – so wird Buchhaltung zum Kinderspiel.

CANDIS ist auch offizieller DATEV-Schnittstellenpartner – damit klappt die Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater reibungslos; er wird es Ihnen danken und Sie sparen Zeit und Nerven.

Umsatzsteuer: Keine Angst vor dem Gründer-Schreckgespenst

Nicht nur die Art der Buchführung wird von der Wahl der Rechtsform bestimmt – die Unternehmensform entscheidet außerdem, welche Steuern Sie an das Finanzamt abführen müssen.

Unternehmensgründung: Am Ende des Weges wartet der Erfolg.

Mit unserem Steuer-Guide meistern Sie die Hindernisse auf dem Weg zum Unternehmer – und werden mit besten Aussichten belohnt!

Bevor Sie mit Ihrem Unternehmen richtig Fahrt aufnehmen, steht für viele Gründer die Anschaffung von Betriebsmitteln auf der Agenda: Sie ist der erste Berührungspunkt mit der Umsatzsteuer. Bewahren Sie Belege und Rechnungen gut auf, denn die ausgewiesene Umsatzsteuer können Sie anschließend beim Finanzamt als Vorsteuer zurückholen. Existenzgründer – ausgenommen sind Kleinunternehmer – müssen in Deutschland Umsatzsteuer zahlen und sie entsprechend auch auf Rechnungen ausweisen.

Detaillierte Informationen zur Umsatzsteuer sowie zur Umsatzsteuervoranmeldung bekommen Sie im CANDIS-Glossar.

Wann Sie welche Steuern bezahlen müssen

Nachdem Sie den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausgefüllt haben, teilt das Finanzamt Ihnen eine Steuernummer zu und informiert Sie, in welchem Rhythmus Sie die Umsatzsteuervoranmeldung vornehmen müssen und in welcher Höhe Sie Steuervorauszahlungen leisten müssen.

Für die Berechnung des Einkommensteuersatzes im ersten Jahr der Gründung orientiert sich das Finanzamt an Ihren Angaben zum erwartbaren Gewinn – Unternehmen in Deutschland leisten eine vierteljährliche Vorauszahlung der Einkommensteuer. Insbesondere die Einkommensteuer ist eine Belastung für frischgebackene Unternehmer. In der Regel dauert es zwei bis drei Jahre bis der erste Einkommensteuerbescheid vorliegt; um finanzielle Engpässe durch Einkommensteuer-Nachzahlungen zu vermeiden, kann eine freiwillige Erhöhung der Vorauszahlungen empfehlenswert sein.

Gründer müssen außerdem eine vierteljährliche Vorauszahlung der Gewerbesteuer leisten, die vom Ertrag eines Unternehmens und dem individuellen Hebesatz der Gemeinde am Unternehmenssitz abhängig ist – Freiberufler sind davon befreit.

Körperschaftssteuer müssen Sie bezahlen, wenn Sie eine Kapitalgesellschaft oder GmbH gründen – die Steuer entspricht der Einkommensteuer für Arbeitnehmer und wird auf Grundlage des Einkommens der Körperschaft berechnet. Hier fallen die Vorauszahlungen ebenfalls vierteljährlich an.

Übrigens: Sollten Sie zu Beginn gleich Mitarbeiter einstellen, zahlen Sie als Arbeitgeber selbstverständlich auch Lohnsteuer an das Finanzamt – je nach Turnus der Lohnzahlungen monatlich oder gar wöchentlich.