Bei der Bank handelt es sich per Definition um ein Kreditinstitut, das Dienstleistungen für Zahlungs-, Kredit– und Kapitalverkehr anbietet. Die Bank stellt dabei nicht nur die entsprechenden Ressourcen, wie zum Beispiel Girokonten oder andere Konten oder Kredite zur Verfügung, sondern berät auch bei Unternehmensverkäufen. Die Finanzberater der Bank können Privatkunden und Unternehmen auch zu den Themen Vermögensbildung, Sparen, Baufinanzierung und Versicherung beraten.

Die Bank ist selbst Kunde bei einer Bank – nämlich bei der Deutschen Bundesbank. Jede deutsche Bank hat bei ihr ein Konto. Die Kontonummer stimmt mit der Bankleitzahl der Bank überein. Diese wird dem Institut von der Bundesbank zugeteilt.

Das Konto bei der Bank

Die meisten Kunden haben vor allem durch ihr persönliches Konto einen Bezug zum Thema Bank. Dabei handelt es sich meist um ein Girokonto, das für die bargeldlose Bezahlung genutzt werden kann. Seit 2016 haben in der EU alle Verbraucher sowie Personen ohne festen Wohnsitz ein Recht auf ein sogenanntes Basiskonto. Die Grundlage dafür ist §31 des Zahlungskontengesetzes. Für viele Konten fallen Kontoführungsgebühren an, die der Kunde meist monatlich zahlen muss. Oftmals suchen Privatkunden gezielt nach einem Girokonto, bei einer Bank, die ihnen Sicherheit bietet und nur sehr geringe oder keine Kontoführungsgebühren berechnet. Oftmals suchen und finden sie das passende Girokonto nicht bei etablierten Institutionen, sondern auch bei Direktbanken oder FinTechs.

Der Partner für den Wertpapier-Handel

Die Bank bietet nicht nur Konten und Kredite an, sondern stellt ihre Dienste auch für das Wertpapiergeschäft zur Verfügung. Wer auf dem Aktienmarkt Aktien kaufen möchte, kann das an der Börse nicht einfach im Alleingang tun, sondern muss einen Broker mit dem Kauf beauftragen. Sie kann auch die Position des Brokers einnehmen oder einen solchen beschäftigen. Sie können somit bei Ihrer Bank direkt den Kauf von Wertpapieren beauftragen. Oft wird dieser Service neben dem Online Banking auch als Online Brokerage angeboten, sodass Sie Ihre Käufe und Verkäufe auch über Ihr Smartphone oder Ihren PC von Zuhause und unterwegs überwachen können.

Der Kredit

Banken treten auch als Kreditgeber auf. Sie verdienen an einem Kredit durch die Zinsen. Kredite werden an Privatpersonen in verschiedenen Formen vergeben. Dabei kann es sich um einen Privatkredit, einen Bildungskredit oder aber um eine Baufinanzierung handeln.

Die Bank liefert das Startkapital: Gerade junge Unternehmer zieht es vor der Gründung zu einer oder sogar mehreren Banken. Stichwort: Kredit. Die Bank stellt oftmals das Startkapital für das Unternehmen.

Sparen und Vermögensaufbau

Auch in diesen Belangen suchen viele Kunden den Kontakt zu ihrer Bank. Sie wollen Vermögen aufbauen, indem Sie Geld anlegen und in Fonds investieren oder aber Geld sparen möchten. Die Bank berät welcher Weg der sicherste ist und wie er so zum Beispiel für das Alter vorsorgen oder auf gewisse Ziele hinarbeiten kann.

Diese Leistungen müssen Banken kostenlos anbieten

Es gibt Leistungen, die Sie bei Ihrer Bank kostenlos in Anspruch nehmen können. Dazu gehört beispielsweise die Auflösung eines Kontos oder auch die Übertragung eines Depots. Wenn Sie Ihre Wertpapiere von der Bank verlangen, müssen Sie also keinen Cent für die Herausgabe bezahlen. Auch der Kontoauszug muss Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ziehen Sie sich einen Kontoauszug am Automaten, so ist dieser Service kostenfrei. Anders sieht es aus, wenn Ihnen der Kontoauszug zuschickt wird. In diesem Fall darf die Bank die Kosten dafür berechnen. Reklamationen muss sie ebenfalls kostenfrei bearbeiten. Das gilt auch für Vertragsangebote, die der Kunde ablehnt. Transaktionen, wie Überweisungen von Ihrem Konto, sind ebenfalls meist kostenfrei, müssen das aber nicht sein. So verlangen Banken für die Echtzeit-Überweisung bereits Beträge von bis zu 60 Cent.

Für den Handel mit Wertpapieren besonders interessant: Sie können kostenlos ihren Freistellungsauftrag ändern und verwalten lassen. Die Bank ist dazu gesetzlich verpflichtet. Das Gesetz schreibt außerdem vor, dass die Bank im Todesfall den Kontostand des Verstorbenen an das Finanzamt übermitteln muss. Außerdem muss die Bank das Konto auf den Erben umschreiben.

Die Bank der Zukunft – Banking bald nur noch digital?

Mittlerweile bieten viele Banken nicht nur Online-Banking über das Web, sondern auch über eine eigene App an. Im Online-Banking können fast alle Funktionen genutzt werden, die der Kunde auch an einem Bankautomaten nutzen kann. Die etablierten Banken bieten ihre Services auch in Filialen an. Allerdings ist die Menge der Filialen mit dem Aufkommen des Online Banking bereits stark zurückgegangen. Immer häufiger können Kunden auch die Angebote sogenannter Direktbanken nutzen, die kein eigenes Filialnetz mehr haben, sondern mit Filialbanken kooperieren, damit ihre Kunden Geld abheben können. Beratungsangebote können Kunden meist telefonisch wahrnehmen oder Termine bei einem Partner der Direktbank vereinbaren.

Der größte Teil der Banking-Services wird jedoch online abgewickelt. Zudem übernehmen FinTech-Unternehmen immer mehr Bankdienstleistungen und Zahlungsdienstleister wie Apple oder auch PayPal biete bereits die Möglichkeit, Überweisungen direkt im Onlineshop zu tätigen – ohne Umweg über das Kreditinstitut. Die Bank der Zukunft wird Ihre Services also vor allem online anbieten. Wie es dann um die Filialen bestellt ist, bleibt abzuwarten. Denn auch die persönliche Beratung in der Filiale wird abnehmen. Interaktive Onlinechats oder die Beratung am Telefon sind bereits auf dem Vormarsch.