Der Bank Identifier oder auch Business Identifier Code, kurz BIC, ist eine international gültige Kennzahl für Bankkonten. Durch den kurzen Code können Geldinstitute weltweit schnell und einfach identifiziert werden, da jedem Institut eine eigene Kennung zugewiesen ist. Der Code wird bei internationalen Überweisungen in Kombination mit der IBAN angegeben und ersetzt die bis 2014 noch übliche Bankleitzahl. Letztere ist bei nationalen Bankgeschäften allerdings noch gültig.

Der BI-Code heißt auch SWIFT-Code – Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication –; die im Zahlungsverkehr verwendeten Begriffe lauten SWIFT-BIC oder SWIFT-Adresse. Dahinter steht ein Verband von unterschiedlichen Geldinstituten, der in Belgien ansässig ist und der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Nachrichtenaustausch zwischen den Mitgliedsbanken zu vereinfachen. Die SWIFT legt die Standardisierungsregeln für den BIC fest und leitet außerdem Transaktionen zwischen mehr als 10.000 Finanzinstituten in über 200 Ländern weiter.

Aufbau und Vorteile des BIC

Ein BIC besteht aus acht bis elf Stellen und kann sowohl Ziffern als auch Buchstaben enthalten. Zuvorderst steht der vierstellige Bankcode, den das Institut selbst festgelegt. Es folgt der zweistellige Ländercode und die ebenfalls zweistellige Codierung des Standortes. Die dreistellige Filialkennzeichnung am Ende ist optional.

Eine Zweigstelle der Commerzbank in Berlin hat so beispielsweise den Code COBADEFFBZB.

COBA Bank
DE Land
FF Ort (Regionalcode)
BZB Zweigstelle (optional)

 

Der BIC ist weltweit gültig und verwendbar. Internationale Bankgeschäfte profitieren dementsprechend enorm von dem vereinheitlichenden System, da die automatische Bearbeitung von Zahlungsaufträgen schneller und sicherer funktioniert.

BIC ermitteln

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um den eigenen BIC zu ermitteln. Er steht beispielsweise auf sämtlichen Kontoauszügen und ist auch im Online-Banking-Portal der Bank einzusehen. Im Internet gibt es ebenfalls eine Vielzahl BIC-Rechner, die die Kennung mit der Angabe der Bank ermitteln können.

Heißt BIC gleich Bankleitzahl?

Die Bankleitzahl gibt es in Deutschland bereits seit 1970 und sie besteht aus acht Ziffern, wobei die verschiedenen Stellen eine ähnliche Bedeutung wie beim BIC haben. Die ersten drei Stellen der BLZ sagen aus, in welchem Gebiet das Kreditinstitut seinen Sitz hat – allerdings nur auf nationaler Ebene. Die vierte Stelle zeigt an, um welche Bankengruppe es sich handelt, während die folgenden Ziffern wieder optional sind und einzelne Zweigstellen identifizieren.

Die Struktur ist also dieselbe wie beim BIC, definiert aber lediglich das Geldinstitut im deutschen Inland, weswegen die BLZ inzwischen vom international gültigen BIC abgelöst wurde. Sie kommt allerdings nach wie vor in der IBAN vor, wo sie zwischen Ländercode und Kontonummer steht.

BIC und IBAN

BIC und IBAN wurden bereits 2008 eingeführt und etablierten sich kontinuierlich. Seit dem 01. Februar 2014 ist die IBAN für nationale- und der BIC für internationale Überweisungen verpflichtend. Da die maximal 34-stellige IBAN bereits die Informationen des Geldinstituts enthält, sind Onlinetools in der Lage, den Code aufgrund der IBAN zu generieren, sodass sich Kunden ihre Kennung nicht merken müssen. Aufgrund dessen ist der BI-Code seit 2016 nicht mehr generell verpflichtend und Überweisungen können nur auf Basis der IBAN vorgenommen werden.

Vor allem in Europa in der SEPA – Single Euro Payments Area – sind IBAN und BIC etabliert. Der SEPA-Raum umfasst alle EU-Staaten, zusätzlich Norwegen, die Schweiz, Liechtenstein und Island; den Europäischer Wirtschaftsraum.