Buchhaltung ist die Sammelbezeichnung für alle Tätigkeiten und Abteilungen, die mit der Buchführung eines Unternehmens befasst sind. Dabei wird der Begriff „Buchführung“ in der Regel synonym zur Buchhaltung verwendet.

Buchführung und Buchhaltung bezeichnen die tabellarisch-numerische Aufzeichnung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens mithilfe von Belegen. Die Buchhaltung der internen Dokumentation genauso wie als fiskalische Grundlage zur Erhebung von Unternehmensabgaben. Darum ist es notwendig, dass Buchhaltung immer vollständig, geordnet und zeitlich-periodisch nachvollziehbar gehandhabt wird.

Historisch betrachtet gehört es zu den am weitesten nachverfolgbaren Kulturtätigkeiten, das eigene Wirtschaften schriftlich zu fixieren. Bereits im Altertum wurden kaufmännische Tätigkeiten auf Papier, Papyrus oder Steintafeln festgehalten. Das bis heute gängige Prinzip der doppelten Buchführung reicht zurück ins europäische Mittelalter und wurde in Italien erfunden.

Wer ist zur Buchhaltung verpflichtet?

Buchhaltung und ist eine Tätigkeit, zu der jeder Kaufmann verpflichtet ist. Maßgebliche Bestimmungen dieser Verpflichtung sind §238 des Handelsgesetzbuches (HGB) festgehalten. Bestimmend für die Grundlagen der Buchhaltung sind die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD). Sie muss so umgesetzt werden, dass „sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann.“

Aus Sicht des Gesetzgebers ist die Buchhaltung also nicht in erster Linie ein unternehmerisches Werkzeug, sondern ein Transparenzindikator. Um sicherzustellen, dass sämtliche Firmen und Organisationen von der Aufzeichnungspflicht erfasst werden, bestimmt die zur Steuergesetzgebung gehörige Abgabenordnung (AO) in §140 zusätzlich, dass auch „wer nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind[…]“ die sich daraus ergebenden Verpflichtungen auch für die Besteuerung zu erfüllen hat.

Teilbereiche der Buchhaltung

  • Lohnbuchhaltung: Hier werden die Lohn- und Gehaltsabrechnungen aller Angestellten eines Unternehmens genauso abgewickelt wie Sozialabgaben und melderechtliche Einzelheiten
  • Debitorenbuchhaltung: Sie umfasst Forderungen an Kunden aus erbrachten Leistungen oder Lieferungen
  • Kreditorenbuchhaltung: Sie umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten
    aus bezogenen Leistungen oder Lieferungen
  • Anlagenbuchhaltung: Sie umfasst diejenigen Wirtschaftsgüter, die für das Erbringen von Lieferungen und Leistungen erforderlich sind

Eine weitverbreitete Methode der Buchhaltung sind Buchhaltungssoftware, bzw. Buchhaltungsprogramme wie z.B. CANDIS Smartbooks.