Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der einem Unternehmen zur Begleichung seiner Fixkosten, wie Miete, Gehälter und Abschreibungen, zur Verfügung stehen soll. Der Deckungsbeitrag wird mit DB abgekürzt und gehört in den Bereich der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR). Die betriebswirtschaftliche Kennzahl berechnet sich aus der Differenz zwischen den Erlösen und den variablen Kosten und hilft Unternehmern dabei, Angebote und Erfolge zu berechnen.

Die Deckungsbeitragsrechnung

Den Beitrag zu ermitteln ist einfach. Es reicht aus, die variablen Kosten vom Umsatz abzuziehen. Die Umsätze sind die gesamten Einnahmen des Unternehmens, auch Erlöse genannt. Variable Kosten sind zum Beispiel die Kosten, die für Rohstoffe anfallen. Sie können sich je nach geplanter Produktionsmenge verändern.

Deckungsbeitrag = Umsatz – variable Kosten

Im Beispiel sieht das Ganze dann so aus: Herr Müller hat eine Bäckerei mit einem Angestellten. Dieser bekommt im Monat 3000 Euro. Zusätzlich muss Herr Müller für seinen kleinen Laden jedem Monat 1.500 Euro bezahlen. Er hat insgesamt monatliche Fixkosten von 4.500 Euro. Dazu kommen die Einkaufskosten für die Rohstoffe, die er für die Bäckerei benötigt. Im Einkauf zahlt er im Oktober 2.000 Euro für Mehl und Co. Seine variablen Kosten betragen 2.000 Euro. Brot und Brötchen verkaufen sich im Oktober überraschend gut und Herr Müller erzielt einen Umsatz von 7.000 Euro.

7.000 € Umsatz – 2000 € variable Kosten = 5.000 € Deckungsbeitrag

Herr Müller hat nun 5.000 € um seine Fixkosten zu decken, die allerdings nur 4.500 Euro betragen. Herr Müller erzielt damit einen Gewinn von 500 Euro.

Bedeutung des Deckungsbeitrags

Der Deckungsbeitrag kann wie in unserem Beispiel auf die Gesamtmenge bezogen sein. Es wird der Gesamtdeckungsbeitrag festgestellt. Möglich ist auch die Berechnung für ein einzelnes Produkt, pro Stück. In letzterem Fall wird der sogenannte Stückdeckungsbeitrag ermittelt. Bei der Gesamtmenge wird so erschlossen, inwiefern das gesamte Produkt- oder Dienstleistungsportfolio die Fixkosten decken kann. In der Betriebswirtschaft wird von einer Vollkostenrechnung gesprochen. Bei einem einzelnen Produkt oder einer Dienstleistung zeigt sich, inwiefern dieses zur Deckung der fixen Kosten beiträgt – der BWLer nennt diesen Fall Teilkostenrechnung. Der Deckungsbeitrag zeigt Unternehmern in jedem Fall, ob die Preise für Produkte erhöht, die variablen oder fixen Kosten angepasst werden müssen. Bei den variablen Kosten könnte Herr Müller aus unserer Rechnung zum Beispiel nach einem Lieferanten suchen, der das Mehl günstiger anbietet. Um die fixen Kosten zu mindern, könnte er nach einer günstigeren Ladenfläche Ausschau halten.

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Will ein Unternehmer alle Fixkosten in der Rechnung aufteilen, kann er auch die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung nutzen. In diesem Fall könnte Herr Müller genau berechnen, wie sich der Deckungsbeitrag für seine fixen Kosten aus den Erlösen einzelner Produkte zusammensetzt. Der Vorteil: Er sieht in einer Rechnung ganz genau, welche Produkte die Fixkosten decken und welche zum Gewinn oder zu Verlusten beitragen.

Die Höhe des Deckungsbeitrags

Dabei kann ein Unternehmer drei verschiedene Deckungsbeiträge erzielen. Ist der Deckungsbeitrag wie im Beispiel höher als die Fixkosten, macht ein Unternehmen Gewinn. Sind DB und Fixkosten gleich hoch, wurde der sogenannte Break-Even-Point erreicht – der Punkt, an dem die Fixkosten voll gedeckt sind und ab dem das Unternehmen Gewinn machen kann. Zu Verlusten kommt es, wenn der Deckungsbeitrag niedriger ist als die Fixkosten. Dann bedarf es einer Anpassung der Kosten und Preise.