Ein jedes Unternehmen hat Kosten, die regelmäßig anfallen und immer gleich hoch sind. Diese Kosten werden auch als fixe Kosten oder Fixkosten bezeichnet und fallen monatlich, quartalsweise oder jährlich an.

Typische Fixkosten

Fixe Kosten gehören per Definition zu den Gemeinkosten und fallen immer an – egal ob Ihr Unternehmen gerade Waren produziert oder die Mitarbeiter ausgelastet sind. Sie sind vollkommen unabhängig davon, ob der Betrieb aufgenommen wird oder Aufträge reinkommen. Fixe Kosten machen in der Regel die höchste finanzielle Belastung des Unternehmens aus. Sie steigen oder sinken, wenn Mieten erhöht oder gesenkt werden oder aber Mitarbeiter eingestellt oder entlassen werden.

Dazu gehören üblicherweise:

  • Mieten
  • Löhne
  • Telekommunikationskosten
  • IT-Kosten
  • Versicherungskosten
  • Lineare Abschreibungen
  • Wartungskosten
  • Leasingkosten
  • Zinsen für beanspruchte Kredite
  • Steuerberatungskosten

Berechnung der Fixkosten

Für die Kalkulation ist es unabdinglich die Fixkosten zu kennen. Wenn Sie die Fixkosten berechnen möchten, können Sie ganz einfach die variablen Kosten von den Gesamtkosten abziehen. Die Formel dazu lautet also:

Fixkosten = Gesamtkosten – variable Kosten

Zu den variablen Kosten zählen alle Beträge, die von der Produktion abhängig sind und in der Höhe variieren können. Sie sind zumeist von der Ausbringungsmenge abhängig – steigt diese, steigen auch die Kosten.

Deckung der Fixkosten

Die Fixkosten kennen Sie bereits bevor Sie überhaupt mit der Produktion beginnen und bevor Sie die erste Dienstleistung erbringen. Bei der Berechnung des Preises für Ihre Waren oder Ihren Service sollten Sie also die Fixkosten im Blick haben. Denn Ihr Ziel sollte es sein, die Fixkosten zu decken und darüber hinaus noch Einnahmen zu erzielen.

Um später im Controlling herauszufinden, ob Ihre verkauften Leistungen und Waren ausreichen, berechnen Sie den Deckungsbeitrag. Anhand dieses Beitrages können Sie nicht nur ermitteln, ob der gesamte Verkauf ausgereicht hat, sondern auch wie hoch der Anteil einzelner Produkte daran war.

Abgrenzung der fixen Kosten

Die Fixkosten können Sie einzelnen Bereichen zuordnen, um genau zu eruieren, wo die Kosten entstanden sind. Die folgenden Fixkostengruppen sollten Sie kennen:

  • Produktfixe Kosten: Kosten, die für ein Produkt anfallen und unabhängig davon sind, wieviel produziert wird. Ein typisches Beispiel sind Spezialwerkzeuge, die für die Produktion gebraucht werden.
  • Produktgruppenfixe Kosten: Hierbei handelt es sich um Kosten, die für eine Produktgruppe anfallen und unabhängig von der produzierten Menge sind. Das können zum Beispiel Kosten für Maschinen sein.
  • Kostenstellenfixe Kosten: Kosten, die für mehrere Produktgruppen innerhalb einer Kostenstelle anfallen – zum Beispiel Raummieten.
  • Bereichsfixe oder auch spartenfixe Kosten: Sie fallen in einer Sparte an und umfassen meist mehrere produktgruppen. Es handelt sich zum Beispiel um Verwaltungskosten.
  • Unternehmensfixe Kosten: Sie können keinem Produkt, keiner Sparte und keiner Gruppe zugeordnet werden. Allgemeine Kosten der Geschäftsführung und Beitragszahlungen fallen in diesen Bereich.
  • Mischkosten: Diese Kosten können nicht als rein fix und auch nicht als rein variabel bezeichnet werden. Sie werden allerdings als Fixkosten bezeichnet, um die Berechnung im Rechnungswesen einfacher zu gestalten.

Intervallfixe oder sprungfixe Kosten

Diese Kosten bleiben für einen festen Zeitraum gleich, steigen danach aber sprunghaft an. Anschließend bleiben sie für ein weiteres Intervall gleich und steigen erst danach wieder an. Die Kostenfunktion sieht aus wie eine Treppe und ist vor allem Betrieben in der Produktion bekannt.