Das lohnt sich für Sie: Ein Rabatt ist ein Preisnachlass auf Waren und Dienstleistungen. Als Unternehmer sollten Sie bei Einkäufen stets einen Blick auf aktuelle Rabatte haben, um Geld zu sparen.

So erkennen Sie Rabatte: Achten Sie auf Anzeigen, beworbene Deals in einigen Shops oder spezielle Kennzeichnungen auf Waren. Oft können Sie auch über einen Gutschein Rabatt bekommen. Im Normalfall werden die Preisnachlässe in Prozent angegeben. Dabei unterschiedet sich die Höhe ja nach Branche und Rabattform. In der Autobranche sind in der Regel Preisnachlässe von bis zu 20% angegeben während im Modebereich, beispielsweise zu Schlussverkaufszeiten, auch Rabatte von über 50% ausgestellt werden. Im Allgemeinen hält sich die Rabattvergabe aber zwischen 5% und 20% auf.

Von diesen Rabatten können Sie profitieren

Es gibt verschiedene Arten des Preisnachlasses, die Ihnen im Alltag immer wieder begegnen werden. Gerade wenn Sie dauerhafte Verträge mit Lieferanten haben, dürften Sie hin und wieder den einen oder anderen Rabatt bekommen. Einer der häufigsten ist dabei der Warenrabatt. Er wird entweder im Einzelfall für die Abnahme von größeren Mengen als Mengenrabatt oder für gleichbleibende Lieferungen eingesetzt. Diese Rabatte werden am häufigsten im B2B-Bereich eingesetzt. Der Treuerabatt zahlt sich ebenfalls bei lang bestehenden Geschäftsbeziehungen aus. Denn mit diesem Nachlass werden Sie für Ihre langjährige Treue belohnt. Schnelle Zahlungen in Bar können sich für Sie ebenfalls lohnen – wenn der Lieferant einen Barzahlungsrabatt anbietet. Der Akionsrabatt ist zeitlich beschränkt und soll häufig den Abverkauf einer Ware fördern oder aber der Werbung dienen. Wer früh einkauft, kann auch sparen: Den Frühbezugsrabatt bekommen Sie auf Saisonartikel, die vor der eigentlichen Saison gekauft werden. Der Funktionsrabatt wird zum Beispiel unter Händlern gewährt. Da der Käufer selbst Teil des Distributionssystems ist, bekommt er vom Verkäufer einen Rabatt. Sonderrabatte sind beispielsweise Studentenrabatte, Mitarbeiterrabatte oder auch Presserabatte.

Der Zeitfaktor

Bei vielen Rabatten ist der Zeitpunkt des Kaufs und der Zeitpunkt, an dem der Rabatt gewährt wird interessant. Der Sofortrabatt wird sofort beim Kauf vom Preis abgezogen. Ein nachträglicher Rabatt wird erst mit Zeitverzug gewährt. Bei Cashback handelt es sich auch um einen Rabatt. Dabei erhalten Kunden nach Kauf des Produkts einen Teil des Kaufpreises als Rückzahlung.

Ziele der Rabattgewährung

Unternehmen gewähren ihren Kunden Preisnachlässe, um verschiedene Ziele zu erreichen. In erster Linie soll so das Einkaufsverhalten des Kunden beeinflusst werden, da der Rabatt einen Kaufanreiz darstellt. Rabatte eignen sich sehr gut zur Kundengewinn und Kundenbindung, dienen allerdings auch der Steigerung des Umsatzes. Zudem nutzen viele Händler Rabatte, um Restposten aufzulösen oder zeitlich verteilte Auftragseingänge auszugleichen.
Der Vorteil für Unternehmen: Bei Rabatten wird im Gegensatz zu Preissenkungen die Produktexklusivität hervorgehoben. Sie sind in jedem Fall ein Wettbewerbsvorteil.

Rabatte in der Buchhaltung

Rabatte müssen zwangsläufig auch in der Buchhaltung berücksichtigt werden. Sie schmälern die Aufwendungen Ihres Unternehmens und erhöhen damit den Gewinn. Für die Buchführung ist vor allem der Zeitfaktor interessant. Sie muss zwischen Sofortrabatten und nachträglichen Rabatten unterscheiden. Während Sofortrabatte sofort gebucht werden, machen nachträgliche Rabatte mehr Arbeit. Sofortrabatte können direkt mit dem Preis gebucht werden und tauchen daher nur durch einen verminderten Preis auf. Bei nachträglichen Rabatten wird zuerst der volle Preis verbucht, der später anfallende Bonus muss dann auch zu dem Zeitpunkt gebucht werden, zu dem er anfällt. Bei den Sofortrabatten wird der volle Preis schließlich nie bezahlt. Es wird also allein der tatsächlich bezahlte Nettobetrag wird gebucht.

Werden die Produkte mit einem späteren Rabatt gekauft, muss zu diesem Zeitpunkt der komplette Preis inklusive Umsatzsteuer verbucht werden. Werden im Nachhinein Rabatte vergeben, muss die Buchhaltung die betroffenen Konten entsprechend bearbeiten. Der Preisnachlass wird dann auf das Kundenboni-Konto gebucht und am Jahresende mit dem Erlöskonto verrechnet. Auf diese Weise erfolgt die Korrektur des Gesamterlöses. Beim Kunden verringert sich durch die Rabattvergabe der Einstandspreis.

Das müssen Sie als Rabattgeber beachten

Wenn Sie als Unternehmer Kunden mit Rabatten locken möchten, dann müssen Sie einige Regeln beachten. Laut dem deutschen Recht müssen Sie mit Rabatten vorsichtig umgehen. In bestimmten Fällen dürfen Sie keine Rabatte geben und damit werben. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie eine Rabattaktion sehr kurz befristen, die Rabatte ohne eine Fristsetzung zum Normalpreis werden oder sogenannte Mondpreise zum Einsatz kommen. Dabei werden Preise zuerst stark erhöht, um sie dann durch einen Rabatt wieder zu senken.

Das beste Angebot

Es lohnt sich für Sie immer Gutscheine zu sammeln und das beste Angebot zu suchen. Sie finden die Informationen dazu online oder in zahlreichen Prospekten. Gerade wenn Sie Kunde bei einem Großmarkt sind, finden Sie oft gute Deals. Das große und vielfältige Angebot bietet immer wieder das eine oder andere Produkt, auf das Sie ein paar Prozent Rabatt bekommen. Nicht selten gibt es auch Aktionen, in denen Sie mit einem Gutschein für Ihre Treue oder den Kauf bestimmter Waren belohnt werden.