Ein Skonto bezeichnet einen nachträglichen Preisnachlass auf einen Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer definierten Frist. Ob Skonto gewährt wird, ist in den meisten Fällen in den Zahlungsbedingungen und im Angebot vermerkt. Die Bemessungsgrundlage für die Kalkulation von Skonti ist in der Regel der Zielverkaufspreis, auch Bruttoumsatz genannt. Üblicherweise wird ein Skontosatz von 2 bis 3 Prozent des Bruttopreises veranschlagt; die Skontobasis sollte dabei auf der Rechnung stets ausgewiesen werden. Gerade bei großen Einkäufen lohnt sich der Skonto für Ihr Unternehmen, da sie bei zwei oder drei Prozent bereits deutlich weniger zahlen. Skonti sind nachträgliche Preisnachlässe, da die Rechnungen zu diesem Zeitpunkt bereits verbucht wurden und nach Skonto von der Buchhaltung korrigiert werden müssen.

Skonto – Abschlag mit System

Für das Begleichen der Schuld innerhalb von 14 Tagen könnte ein Kunde zum Beispiel ein Skonto von 3 Prozent erhalten. Wird der Skonto nicht in Anspruch genommen, ist das eine Zinszahlung für die Kreditleistung des Lieferanten: Der Kunde verzichtet auf das Skonto, um den Rechnungsbetrag erst zu einem späteren Zeitpunkt begleichen zu können – ohne jeglichen Rabatt. Anhand dieses Beispiels würde die Zahlungsbedingung auf der Rechnung wie folgt lauten: „Zahlung 14 Tage 3 Prozent Skonto, 30 Tage netto.“ Das bedeutet: Begleicht der Kunde die Rechnung innerhalb der Frist, so darf er drei Prozent der Bemessungsgrundlage abziehen; begleicht er die Rechnung nach Ablauf der Skontofrist, ist der volle Betrag fällig. Skontiert der Schuldner trotz Ablauf der Skontofrist oder bezahlt die Rechnung erst nach dem ausgewiesenen Zahlungsziel, so kann der Lieferant den Rabatt zurückfordern sowie Verzugszinsen oder Mahngebühren erheben.

Vorteile für Lieferant und Kunde

Skonto zu gewähren und zu nutzen, ist sowohl für den Rechnungssteller als auch für den Kunden in von Vorteil. Der Kunde erhält eine Belohnung in Form eines Rabatts bei frühzeitiger Zahlung und der Lieferant verhindert durch einen zusätzlichen Anreiz etwaige Zahlungsausfälle oder Mahnverfahren.

Skonto berechnen – so geht’s

Die Formel für die Berechnung von Skonti lautet:

Rechnungsbetrag x Skontosatz = Skontobetrag

Um anschließend den Zahlungsbetrag zu ermitteln, ziehen Sie den Skontobetrag vom Rechnungsbetrag ab.

Skonto in der Buchhaltung korrekt verbuchen

Damit in der Buchhaltung keine Ungereimtheiten entstehen, müssen Skonti vermerkt und verbucht werden – denn durch den nachträglichen Rabatt wird die vorherige Buchung teilweise storniert und die Umsatzsteuer verringert. Die Differenz, die der Skonto verursacht, muss auf ein Gegenkonto übertragen werden; ansonsten stimmen Zahlungseingang und Rechnungssumme am Ende nicht überein.

Gut zu wissen: Der Begriff „Skonto“ stammt vom italienischen „sconto“ beziehungsweise „scontare“ (abziehen) ab; der korrekte Plural lautet „Skonti“ und nicht „Skontos“.