Als Transaktion wird laut Definition die Übertragung von Waren und Forderungen zwischen zwei sogenannten Wirtschaftssubjekten bezeichnet. Das können Unternehmen, Privatpersonen, Verwaltungen, der Staat oder öffentliche Einrichtungen sein. Sie tauschen Wirtschaftsobjekte aus. Das sind zum Beispiel Waren, Forderungen oder Transfers.

Zwei Arten der Transaktion

Unterschieden wird zwischen Leistungstransaktionen und Finanztransaktionen. Bei Leistungstransaktionen handelt es sich um den typischen Kauf einer Ware oder Dienstleistung. Dabei ändert sich die Höhe des Geldvermögens auf beiden Seiten. Während der Käufer nach der Transaktion weniger Geldvermögen hat, hat der Verkäufer mehr Geld zur Verfügung.

Es gibt vier verschiedene Leistungstransaktionen:

  • Gut gegen Gut: Es handelt sich um das klassische Tauschgeschäft von Waren.
  • Gut gegen Forderung: Dies ist beim Kauf von Waren der Fall.
  • Gut gegen Transfer: In diese Kategorie fallen Realtransfers oder Realschenkungen.
  • Forderung gegen Transfer: Der Transfer von Forderungen oder die Schenkung von Forderungen, wie zum Beispiel Transferleistungen des Staates werden hierzu gezählt. Transferleistungen des Staates sind zum Beispiel das Kindergeld, das Arbeitslosengeld und die Rente. Das Ganze gibt es aber auch umgekehrt und zwar als Steuerzahlungen an den Staat.

Finanztransaktionen haben keine Auswirkung auf das Geldvermögen der beiden Parteien. Jede Seite hat nach dem Austausch den gleichen Geldwert zur Verfügung, denn es wird der gleiche Geldwert ausgetauscht. Das passiert zum Beispiel beim Kauf von Wertpapieren. Hier gibt es nur eine Art der Transaktion:

  • Forderung gegen Forderung – Handel mit Krediten

Voraussetzungen für eine Transaktion

Die Volkswirtschaftslehre beschreibt die Transaktion als Vorgang mit Vorteilen für jede teilnehmende Seite. Dementsprechend müssen alle Beteiligten einen Nutzen aus der Transaktion ziehen. Grundlage ist ein Vertrag zwischen beiden Parteien, der mündlich oder besser schriftlich vorliegt. In der Regel müssen beide Seiten eine vereinbarte Leistung erbringen, indem sie ein Gut liefern oder eine Forderung begleichen. In diesem Fall wird von zweiseitigen Transaktionen gesprochen, weil beide Seiten etwas leisten müssen.

Achtung: Bei Transaktionen, die keine Gegenleistung erfordern, wird ganz allgemein von Schenkungen gesprochen. Es handelt sich dabei um eine sogenannte einseitige Transaktion, weil nur eine Seite eine Leistung erbringt.

Die Transaktionskosten

Eine Transaktion kann in den seltensten Fällen ohne zusätzliche Kosten ausgeführt werden. Dabei sind es vor allem Personalkosten, die für Ihr Unternehmen im Rahmen einer Transaktion anfallen. So müssen Ihre Mitarbeiter Informationen und potentielle Transaktionspartner suchen, Verhandlungen führen, Vereinbarungen treffen und Verträge formulieren. Ist die Transaktion vereinbart, muss überprüft werden, ob diese auch zum vereinbarten Preis und zum geplanten Termin vonstattengeht. Da Sie eine hohe Qualität verlangen, müssen Mitarbeiter auch diese überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen oder Änderungen anfordern. Die Lohnkosten für Mitarbeiter, die die Transaktion bearbeiten, sind in diesem Fall Ihre Transaktionskosten. Je länger einer Ihrer Mitarbeiter eine Transaktion bearbeiten muss, desto höher sind letztendlich die Kosten.

Wortherkunft

Das Wort Transaktion kommt von dem spätlateinischen Wort transactio, was so viel bedeutet wie Vollendung, Abschluss oder Übereinkunft. Auch das lateinische Verb transactum, ein Partizip von transigere deutet auf die Bedeutung hin. Es kann aus der lateinischen Sprache übersetzt werden als „ein Geschäft durchführen“. Der Stamm trans bedeutet dabei hinüber oder hindurch. Agere steht für agieren, wie der Duden online erklärt.