Überweisung: Was ist das?

Die Überweisung ist eine Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung einer Rechnung und ein beliebtes Mittel im deutschen Zahlungsverkehr. Der Schuldner weist dabei seine Bank an, Geld von seinem Girokonto abzuziehen und dieses auf das Konto eines Gläubigers bei dessen Bank zu transferieren. Im Gegensatz zu Zahlungen wie der Lastschrift muss hier der Schuldner aktiv werden, um seine Schulden zu begleichen. Bei der Lastschrift hingegen wird der Gläubiger aktiv.

Was brauchen Sie für eine Überweisung?

Für eine Überweisung brauchen Sie ein Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse und die Daten des Empfängers. Um die Transaktion ausführen zu können, benötigt die Bank die folgenden Informationen:

  • Name des Empfängers
  • IBAN des Empfängers
  • genauer Betrag in Euro und Cent
  • Verwendungszweck
  • Angaben zum Absender (Name, Firma, Ort)
  • IBAN des Absenders
  • das Datum, an dem die Überweisung ausgeführt werden soll

Achtung: Früher brauchten Sie für die Überweisung die Kontonummer und die Bankleitzahl. Die benötigen Sie heute nicht mehr.

Wie können Sie überweisen?

Geld überweisen können Sie am Bankautomaten, über das Online Banking und per Überweisungsschein.

Überweisung am Bankautomaten

Um über den Automaten zu überweisen, benötigen Sie Ihre EC-Karte, die PIN für diese Karte und natürlich die Daten des Empfängers. Nach der Eingabe der EC-Karte können Sie die Daten des Empfängers, den Betrag und den Verwendungszweck über das Terminal eingeben.

Überweisungsschein

Sie bekommen entsprechende Formulare in Ihrer Bank oder Sparkasse. Den Schein füllen Sie mit Ihren Daten und den Daten des Empfängers aus und bringen ihn anschließend zu Ihrer Bank. Schaffen Sie es nicht zu den Geschäftszeiten, haben viele Banken auch einen Briefkasten für Überweisungsscheine. Der Nachteil: Die Überweisung wird erst am nächsten Werktag von den Mitarbeitern eingegeben und ausgeführt. Erst zwei Tage nachdem Sie den Überweisungsträger abgegeben haben, ist das Geld auf dem Konto des Empfängers.

Übrigens: Viele Bankautomaten können über OCR auch den Überweisungsschein einlesen. So können Kunden die Überweisung einfach selbst einlesen und ersparen den Bankmitarbeitern einen Arbeitsschritt. Dann wird auch die Überweisung schneller ausgeführt.

Online-Banking

Loggen Sie sich in Ihrem Online Banking-Account ein und wählen Sie die Option „Überweisung“ aus. Geben Sie nun die Daten des Empfängers, den Geldbetrag, den Verwendungszweck und das Datum ein, an dem die Transaktion vorgenommen werden soll. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit der TAN.

Wichtig: Der Verwendungszweck

Der Verwendungszweck ist bei Überweisungen an Gläubiger in der Regel schon vorgegeben. Meist handelt es sich um eine Kunden- oder Auftragsnummer, die eingegeben werden muss. Der Verwendungszweck ist wichtig, da er dem Empfänger hilft, die Zahlung einem Kundenkonto zuzuweisen. Auch für die Bank hat er eine Bedeutung – wird er falsch ausgefüllt, kann er sogar dazu führen, dass das Konto gesperrt wird. Eine Software filtert gefährliche oder verdächtige Worte aus den Überweisungen und alarmiert gegebenenfalls Mitarbeiter.

Wie lange dauert eine Überweisung?

Wie lange eine Überweisung dauert, hängt davon ab, wie Sie sie in Auftrag geben. Wenn Sie online selbst alle Daten eingeben und die Transaktion mit einer TAN bestätigen, ist das Geld in der Regel spätestens nach einem Tag beim Empfänger. Überweisen Sie von einem Bankkonto auf ein Konto derselben Bank, ist das Geld meist schon wenige Sekunden später beim Empfänger. Beim Überweisungsträger dauert es etwas länger. Wenn Sie den Schein bei der Bank einreichen, muss ein Bankmitarbeiter die Daten erst eintippen und damit ins System übertragen. Anschließend wird das Geld überwiesen. Je nachdem, zu welcher Uhrzeit Sie den Überweisungsträger eingereicht haben, kann es bis zu zwei Geschäftstage dauern, bis das Geld beim Gläubiger ankommt. Bei der Überweisung vom Automaten dauert es in der Regel auch nur einen Geschäftstag.

Die Uhrzeit ist entscheidend: Die Bank muss die Transaktion innerhalb eines Tages ausführen. Allerdings gilt das nur, wenn Sie die Überweisung auch innerhalb der Geschäftszeiten in Auftrag geben. Wer erst nach Feierabend der Bankmitarbeiter kommt, muss damit rechnen, dass seine Überweisung länger als einen Tag dauert. Die schnellste Variante ist noch immer die Überweisung über das Online Banking.

Überweisung in Echtzeit

Noch schneller ist die Überweisung in Echtzeit, die bereits Banken wie die Sparkasse anbieten. Mit der Überweisung in Echtzeit ist es möglich, innerhalb weniger Sekunden Geld zu transferieren – und das auch an Sonn- und Feiertagen. Die HypoVereinsbank bietet den Service seit 2017 an, die Sparkasse landesweit seit 2018. Die Deutsche Bank, Genossenschaftsbanken, wie die Volks- und Raiffeisenbanken, die PSD-Banken, die Spardabanken oder die BBBank, wollen den Service im ersten Halbjahr 2019 einführen. Die Überweisung in Echtzeit ist ganz einfach über das Online-Banking möglich und kann nicht für jede Überweisung genutzt werden. Die Option muss im Online-Banking-Portal ausgewählt werden. Nach der Eingabe der Daten, prüft die Bank, ob eine Überweisung in Echtzeit möglich ist. Ist das nicht der Fall, werden Sie darauf hingewiesen, dass eine Überweisung in Echtzeit nicht möglich ist. Die Daten werden allerdings gespeichert und Sie können sie direkt für eine normale Überweisung nutzen.

Die Überweisung wird in den seltensten Fällen kostenlos angeboten. So zahlen Sie bei der Sparkasse für Ihre Zahlungen zwischen 25 und 60 Cent. Der Betrag wird ganz einfach per Lastschrift von Ihrem Girokonto abgezogen. Die Bank oder Sparkasse vereinfacht so den Prozess für die Kunden, die sich nicht extra um die Zahlungen kümmern müssen.