Die Umsatzsteuer dient der Besteuerung von unternehmerischen Umsätzen, die aber nicht vom Unternehmen selbst getragen werden sollen, sondern indirekt durch die Endverbraucher. Aus diesem Grund erheben Unternehmen Mehrwertsteuer (MwSt) auf Dienstleistungen und Waren. Die Höhe der Mehrwertsteuer beträgt in Deutschland 19 %. Grundnahrungsmittel wie Brot, Milch und Butter unterliegen dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz und werden mit 7 % besteuert. Zu den indirekten Steuern zählen neben der Umsatzsteuer außerdem die Stromsteuer, Tabaksteuer und Mineralölsteuer.

Die Vorsteuer, oder auch Vorsteuerabzug genannt, bezeichnet hierbei die Umsatzsteuer, welche dem Unternehmen für den Erwerb von Dienstleistungen und Waren berechnet wird – die abgeführte Vorsteuer wird vom Finanzamt erstattet.

Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer liegen dem Umsatzsteuergesetz (UStG) zugrunde und werden von den Unternehmen an das Finanzamt abgeführt. Die Umsatzsteuervoranmeldung bietet für Staat und Unternehmer gleichermaßen Vorteile: Das Finanzamt bekommt vorzeitig Kenntnis über die Höhe der zu erwartenden Einnahmen aus der Umsatzsteuer; Unternehmer können die Steuerlast über das laufende Jahr gleichmäßig verteilen.

Umsatzsteueranmeldung: Monatlich oder vierteljährlich

Die Voranmeldung erfolgt über das Jahr verteilt und kann entweder einmal pro Monat oder einmal pro Quartal erledigt werden– der 10. Werktag des Folgemonats ist jeweils der Stichtag. Dieser Tag ist außerdem der Stichtag für die Bezahlung der Umsatzsteuer an das Finanzamt. In den ersten zwei Jahren nach der Gründung eines Unternehmens muss die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich erfolgen – ausgenommen sind Kleinunternehmer.

Dauerfristverlängerung: Kein Zeitdruck bei der Voranmeldung der UStVA

Nach der deutschen Gesetzgebung ist jeder Unternehmer zu einer regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt verpflichtet. Ausgenommen hiervon sind Kleinunternehmer sowie Existenzgründer, die von der Kleinunternehmerregelung gebrauch machen. Außerdem sind bestimmte Berufsgruppen von der Umsatzsteuervoranmeldung befreit: Ärzte, Physiotherapeuten und Versicherungsmakler müssen keine Umsatzsteuer entrichten.

Die Abgabefrist für die Umsatzsteuervoranmeldung kann nach elektronischer Anmeldung beim Finanzamt verlängert werden: Die sogenannte Dauerfristverlängerung beträgt einen Monat und kann über ELSTER eingereicht werden.

So funktioniert die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung

Die Umsatzsteuervoranmeldung wird digital eingereicht; die Abgabe in Papierform geht nur in besonderen Fällen und auch nur nach Absprache. Für die Übermittlung der Daten zur Umsatzsteuervoranmeldung steht das zweiseitige UStVA-Formular bereit.

Tipp: Melden Sie sich für die Abgabe der UStVA im ELSTER Online-Portal an und bestellen Sie ein elektronisches Zertifikat, das die Authentizität der Steuerdaten sicherstellt. Die Registrierung für ein ELSTER-Zertifikat kann bis zu 14 Tage in Anspruch nehmen.