Was ist das Brutto und was ist das Netto? Nicht nur junge Arbeitnehmer kommen bei Brutto Netto immer wieder durcheinander. Auch in der Buchhaltung und als Unternehmer werden Sie immer wieder mit den Begriffen konfrontiert. Dabei ist es ganz einfach. So sagt eine Definition: Brutto ist das, was Du bekommst und Netto ist das, was Du behältst. Sie können also davon ausgehen, dass der Bruttowert immer der Ursprungsbetrag ist, von dem Steuern, Versicherungsbeiträge und der Solidaritätszuschlag abgezogen werden, wodurch sich das Netto ergibt. Das gilt sowohl für den Gewinn eines Unternehmens als auch für Gehälter.

Die Bedeutung der Begriffe

Brutto stammt von dem lateinischen Begriff „brutus“ ab und bedeutet schwerfällig, stumpf oder unrein. Unrein ist hier die Bedeutung der Wahl – denn das Brutto muss noch bereinigt werden, indem Steuern und Co. abgezogen werden.
„Netto“ ist ein italienischer Begriff und bedeutet „rein“. Es handelt sich also um den bereinigten Betrag.

Der Brutto- und der Nettogewinn

In der Buchhaltung und im Rechnungswesen unterscheiden Unternehmen zwischen dem Bruttogewinn und dem Nettogewinn. Der Bruttogewinn ist zum einen der Rohgewinn, also der Gewinn, von dem erst noch Kosten und Steuern abgezogen werden müssen. Allerdings wird der Begriff auch oft synonym für den Deckungsbeitrag verwendet.

Beim Nettogewinn handelt es sich um den Gewinn, der tatsächlich erwirtschaftet wurde – von dem also bereits Kosten, Ausgaben und Steuern subtrahiert wurden.

Brutto und netto beim Gehalt

Das Gehalt, das im Vertrag steht, entspricht stets dem Brutto. Arbeitnehmer müssen das bei Gehaltsverhandlungen bedenken. Denn von dem Bruttogehalt werden Steuern, wie die Lohnsteuer und die Kirchensteuer, Sozialversicherungsbeiträge für zum Beispiel Krankenversicherung und Rentenversicherung sowie der Soli abgezogen.

Wie Brutto-Netto berechnen?

Was am Ende auf dem eigenen Konto landet, ist das Netto-Gehalt. Sie können die Berechnung selbst vornehmen. Allerdings müssen Sie dazu einige Daten kennen. Diese Daten benötigen Sie für die Berechnung:

  • Ihr Bruttogehalt
  • Ihren Steuersatz in Prozent
  • die Beitragshöhe Ihrer Sozialversicherung
  • die Höhe des Solidaritätszuschlags in Prozent (5,5 Prozent von der Lohnsteuer)
  • gegebenenfalls den Kirchensteuersatz in Ihrem Bundesland

Um nun Ihr Nettogehalt zu berechnen, müssen Sie lediglich Steuern, Sozialversicherung und Soli von Ihrem Gehalt abziehen.

Noch einfacher: Online Rechner befragen

Mit einem Brutto-Netto-Rechner können Sie online ganz einfach feststellen, wieviel Lohn vom Brutto übrigbleibt. Gute Brutto-Netto-Rechner beziehen dabei auch einen bestehenden Freibetrag ein. Alles was Sie dafür tun müssen, ist Ihre Steuerklasse, Ihren Wohnort, Ihr Alter, Ihr Bruttogehalt für einen Monat oder ein Jahr und gegebenenfalls Freibeträge und die Kirchenzugehörigkeit einzutragen. Anschließend lassen Sie sich Ihren Nettolohn berechnen.

Verheiratete haben mehr in der Tasche

In Deutschland können Verheiratete vom Ehegattensplitting profitieren und so die Steuerschuld deutlich senken. Sie haben dazu die Möglichkeit, ihr gemeinsames Einkommen zu gleichen Teilen mit dem gleichen Steuersatz besteuern zu lassen. So erzielen sie meist eine erhebliche Steuerersparnis gegenüber der Einzelbesteuerung. Die Auswirkungen dessen können Sie ebenfalls mit einem passenden Gehaltsrechner online ermitteln.